Anhaltender Wohnpreisanstieg – Investmentchancen in B- und C-Städten

Ersteller:
Artur Kronich

Erstellt:
04. Jan 2018

Aktualisiert:
04. Jan 2018

Nicht nur in den Metropolen und Großstädten steigen die Preise und Mieten der Wohnimmobilien immer weiter an. Die Wohnungsmärkte in ausgewählten B und C-Städten zeigen ebenso äußerst positive Zukunftsvoraussichten. So prognostiziert das Maklerportal „Immowelt“ einen Kaufpreisanstieg von etwa 25% für Hannover und Nürnberg bis 2020. Selbstverständlich gibt es auch hier regionale Unterschiede, wie eine Studie der ZBI zeigt.

In Fast allen untersuchten Städten zeigt der Marktbericht der ZBI Immobilien AG einen Rückgang des Leerstandes und des Wohnungsangebots. So verfügen alle 24 beobachteten Städte über Potenzial für wohnwirtschaftliche Investments, laut ZBI-Vorstand Thomas Wirtz. Die Mieten sind im Durchschnitt um 2,4 Prozent und die Angebotspreise für Eigentumswohnungen um 3,9 Prozent gestiegen – alles im Zeitraum von Anfang 2016 bis Sommer 2017 und bei stets wachsender Nachfrage nach Wohnraum.

Extreme Preisspannen für Investments in Bayern bis 2020

In den untersuchten bayerischen Städten Regensburg, Augsburg, Würzburg, Fürth und Erlangen sind kaum noch Reserven vorhanden. Besonders Regensburg verzeichnet eine stark steigende Nachfrage in den vergangenen Jahren. Auch die Neubauaktivitäten, die sich auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau in Bayern befinden, werden im Hinblick auf die stetig steigende Nachfrage in diesen Städten nicht mehr ausreichen. Das Durchschnittswachstum der Angebotsmiete in den genannten 5 Städten war von 2016 bis zum ersten Halbjahr 2017 bei 2,5 Prozent. Noch höher war das Wachstum bei den Kaufpreisen, diese stiegen im Durchschnitt um 3,2 Prozent in dem genannten Zeitraum.

Für Nürnberg werden im Bereich des Neubaus bereits in zwei Jahren Angebotskaufpreise von ca. 5.600 Euro pro Quadratmeter prognostiziert. Heute müssen Investoren nur etwa 4.500 Euro pro Quadratmeter aufwenden. Sollte der Leitzins durch die Europäische Zentralbank bis 2020 angehoben werden, geht Immowelt davon aus, dass das Wohneigentum in Nürnberg sich um 20 Prozent verteuern würde, statt der jetzt prognostizierten 26 Prozent.

In vielen Bundesländern schwinden die Angebotsreserven

In den fünf betrachteten baden-württembergischen Städten Heilbronn, Mannheim, Ulm, Karlsruhe und Pforzheim wird das Wohnungsangebot im Vergleich zur Nachfrage von der ZBI als gering bis nicht ausreichend bewertet. Besonders Karlsruhe hat eine deutlich höhere Nachfrage im Vergleich zum Wohnungsangebot. So hat die Leerstandsquote in diesen Städten die letzten Jahre stetig abgenommen. Die Mieten sind im Durchschnitt um 2,7 Prozent und die Angebotspreise für Eigentumswohnungen um 4,8 Prozent gestiegen – Ebenfalls im Zeitraum von Anfang 2016 bis Sommer 2017 und bei stets wachsender Nachfrage nach Wohnraum.

In der Hauptstadt Baden-Württembergs Stuttgart werden Käufer bis 2020 deutlich mehr Geld in die Hand nehmen müssen, es wird ein Plus von 24 Prozent erwartet.

Niedriges Preisniveau

Es gibt tatsächlich auch noch entspanntere Wohnungsmärkte, wie zum Beispiel in den untersuchten nordrheinwestfälischen Städten Remscheid, Hamm, Hagen, Krefeld und Siegen. Hier konnte die Nachfrage noch befriedigt werden. Doch natürlich sind auch hier die Kauf- und Mietpreise gestiegen und im Gegensatz dazu die Leerstände gesunken. Von 2016 bis zum 1. Halbjahr 2017 um 2,4 Prozent beziehungsweise um 1,6 Prozent.

Zum Vergleich kann man die von Immowelt analysierten Großstädte Dortmund oder Essen nehmen. Hier liegen die Kaufpreise im Durchschnitt noch bei lediglich 1.340 Euro beziehungsweise 1.370 Euro. Hier sind bis 2020 Steigungen von 80-90 Euro pro Quadratmeter zu erwarten.

In den von der ZBI untersuchten Städten der Rheinland-Pfalz (Koblenz, Mainz, Ludwigshafen, Trier, Kaiserslautern) haben sich die Leerstände in fast allen Städten deutlich verringert und sind derzeit auf einem unterdurchschnittlichen Niveau im Vergleich zum gesamten Bundesland. Die Mieten verzeichneten im beobachteten Zeitraum im Durchschnitt einen Anstieg von 2,8 Prozent und die Eigentumswohnungspreise einen Anstieg von ganzen 4,9 Prozent.

Geringe kritische Leerstände in Ostdeutschland – mit einer Ausnahme

In Schwerin und Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) stiegen die Mieten laut ZBI-Marktreport von 2016 bis zum ersten Halbjahr 2017 durchschnittlich um 1,8 Prozent. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen dagegen wuchsen um vier Prozent.

Das Angebot der Stadt Erfurt in Thüringen reicht ebenfalls laut ZBI zur Deckung der Nachfrage aus. Doch in Jena wurde mittlerweile ein kritisch niedriger Leerstand erreicht. Die Kaufpreise stiegen hier im Schnitt um 3,3% im Betrachtungszeitraum, währenddessen sich das durchschnittliche Mietwachstum bei circa einem Prozent bewegte. Momentan ist der Leerstand in Thüringen im Durchschnitt bei 6,8 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern bei 6,3 Prozent.

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Beste Grüße, Ihr BG-Anlageimmobilien Team

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